„Was? Ihr habt so lange geschlossen?“ So fragten unsere Stammgäste, als wir vor einigen Wochen unsere Sommerpause ankündigten.
Sobald wir erklärten, dass wir den zweiten Standort mit großem Garten auch mal länger pflegen und nutzen wollen, fanden die meisten es sehr nachvollziehbar.
Sechs Wochen klingt lang, so lang ist auch geschlossen, aber für uns sind es keine 42 Tage ohne die Krone.

Ausräumen
Bevor wir für längere Zeit weggehen konnten, musste einiges erledigt werden.
Pflicht
Zumindest mussten alle verderblichen Lebensmittel ausgeräumt und versorgt werden.
Pflanzen sollen überleben. Bei uns besteht ein Großteil der Dekoration aus lebenden Pflanzen. Sechs Wochen, in denen niemand schaut, sind nicht möglich.
Kür
Potenzielle Gäste vor Ort informieren. Klar, unsere Stammgäste wussten Bescheid, weil wir sehr früh mit Infotafeln in den Gastbereichen darauf hinwiesen. Doch wer in den letzten Wochen nicht da war, soll ebenfalls schnell sehen können, wann geschlossen und wann wieder geöffnet sein wird.

In unseren Kanälen informieren – auch das ist nicht unbedingt Pflicht. Für mich, die unsere Webseite, den Newsletter und Social Media betreut, gehörte es aber selbstverständlich dazu. Auf der Webseite und im Newsletter hatten wir die Sommerpause bereits seit Wochen angekündigt, etwas kürzer auch schon einige Zeit auf Social Media.
Unsere Mieter informieren, wäre keine Pflicht. Doch in unserem Umgang miteinander gehörte es ebenfalls dazu.
Die Schaufenster passend dekorieren, wäre nicht nötig, aber ein Grund mal hinzusehen gehört in unserem Konzept dazu.

Wäre nett, wenn’s so wäre
Der englische Begriff „nice to have“ ist da flüssiger, als alle deutschen Versionen, die mir einfielen. Wie auch immer, es geht um die Punkte, bei denen es weder Pflicht noch Kür zu Beginn der Sommerpause ist.
Es ist eine Philosophiefrage, entweder anfangs vieles räumen und auf Nulldurchgänge achten, oder eben kurz vor Urlaubsende „uffputze und fortrühre“.
Wir mögen einen klar definierten sauberen Start nach der Sommerpause. Daher schauten wir bei allem, dass es einen möglichst optimalen Stand hat, um starten zu können.

Aufstuhlen könnte man auch hinterher, aber leichter lässt sich alles reinigen, wenn es quasi eingemottet wird.
Dekorieren, gießen, laden, fahren
Teils nach und nach, teils beim Einmotten dekorierte ich den Gastraum. Die anderen Räume wurden geräumt, aufgestuhlt, alle Pflanzen innen wurden weitgehend in einem Raum gesammelt.

Bewässerungshilfe ist mir schon immer wichtig. Für mich gehört die zum Blümlekram. Wir pendeln ja wöchentlich zwischen Hegau und Schwarzwald. Mit Pflanzen ist das nur möglich, wenn die auch einige Tage ohne mich zurecht kommen. Daher nutze ich Bewässerungstonstecker verschiedenster Art. Beim Gießen werden die Gefäße gefüllt, so dass anschließend noch einige Zeit Feuchtigkeit abgegeben wird.

Die Gasträume bekamen eine Deko, die zur Sommerpause passt und Infoschilder, wann wir wieder öffnen.
Zum Schluss packten wir alle Kühltaschen und Kühlakkus, leerten die Kühlschränke und luden ein zur Abfahrt.
Am Montagabend waren wir irgendwann nach elf Uhr abends fertig mit ausladen und einsortieren im Schwarzwald.
In den nächsten Wochen werden wir hin und wieder in der Krone sein, um zu gießen und nach dem Rechten zu sehen.

Dieser Blogbeitrag entstand am Dienstag, also an Tag zwei der Sommerpause. Jetzt ist dann erstmal weitgehend weniger Krone unser Thema, das kommt wieder spätestens am Dienstag, 25. August 2026.


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