Messe, Wikipedia findet mehrere Definitionen. Als Konstanzerin kenne ich den Begriff zunächst für die zweimal jährliche Messe auf dem Döbele, Frühjahrsmesse und Herbstmesse. Früher gab es tagsüber sehr viele Stände, die Kleidung und Haushaltswaren verkauften. Diese hatten schon vormittags geöffnet, während die Fahrgeschäfte, Löslebuden und sonstigen Stände erst nachmittags öffneten. Die Messestände schlossen gegen Abend, die Fahrgeschäfte waren auch abends noch länger in Betrieb.

Tischmesse
Der Begriff ist somit schon auch eine Ausstellung. Der klassische Messebegriff ist in Deutschland vor allem für sehr große Messen auf speziellen Messegeländen. Regional ist das am Bodensee Friedrichshafen.

Das alles kannte ich und dann las ich die Ankündigung es gäbe die Tischmesse Gottmadingen. Messe, Gottmadingen, kurz überlegte ich in Richtung Religion. Doch das wars nicht. Der Begriff stammt wohl aus der Schweiz, eine Tischmesse findet regelmäßig im nahe gelegenen Schaffhausen statt. In der Schweiz bezieht sich die Tischmesse wohl meist auf Unternehmensmessen, also ohne Publikum.

Tische als Messestände, Tischmesse meint, es gibt pro Stand einen identischen Tisch, so dass mit weniger Aufwand das jeweilige Unternehmen vorgestellt wird.
Tischmesse Gottmadingen 2026
2019 war die letzte Tischmesse, dann fielen da Räume aus, es kam Corona und so war die nächste nicht wie vorher im Zweijahresrhythmus, sondern eben erst sieben Jahre später. Erstmals fand die Tischmesse im G2 statt, ein sehr spezielles Gebäude, in dem sonst oft Hochzeiten stattfinden.

IT und Krone Randegg vorstellen
Im Oktober letztes Jahr meldeten wir uns an um jetzt im März 2026 dabei zu sein. Wir wollen zu unserer Gastro immer mal wieder Angebote machen, die wir aus unserem Informatikwissen stützen können. Solch eine Messe ist eine Möglichkeit die beiden Bereiche vorzustellen.
Da wir derzeit zu zweit sind, war klar, dass wir an dem Sonntag, 22. März 2026 bei der Tischmesse sind und unser ’s Kaffeestüble geschlossen blieb.

Im Vorfeld überlegten wir, wie wir uns präsentieren können, und wie wir es passend zu und uns flexibel und agil anpassbar lösen können. Aus Grafiken und Fotos erstellte ich Vorlagen, die als Bords gedruckt wurden. Einige im Panoramaformat, die meisten als quadratische Kacheln. So konnten wir auch noch am Ausstellungstag reagieren und das ein oder andere umstellen und optimieren.
Samstags war Aufbau und bei einem Umtrunk mit Fingerfood ließen sich die ersten Kontakte mit anderen Ausstellern knüpfen. An diesem Abend hatte ich danach beim Durchspazieren die Stände fast allein für mich, die meisten waren entweder bereits weg oder noch im Gespräch. Eine schöne besondere Atmosphäre der Messe.

Für die interessierten Besucher wurden kleine Infotüten vorbereitet. In die kleinen Papiertüten konnten die Ausstellenden das reintun, was sie wollten. Wir beschränkten uns da auf Visitenkarten, unsere Hauptinfos sind online, ein echtes Kennenlernen klappt am besten zu Öffnungszeiten.
Komm auf einen Kaffee
Wir überlegten, was wir anbieten wollen. Wir wollten kein typisches Geschenk, wie Kuli, Süßkram oder ähnliches. Wir beschlossen es gäbe einen Kaffee bei uns. Wir übergaben persönlich im direkten Gespräch Kaffeegutscheine, eine mit Krone ausgestanzte Visitenkarte berechtigt zu einem kostenlosen Kaffee bei uns. So konnten wir etwas von Wert abgeben und die Menschen haben die Chance uns risikofrei persönlich zu besuchen.

Tischmessenbesucher
Am Sonntag verteilten wir in unseren Gesprächen unsere Kaffeegutscheinkarten. Roland blieb überwiegend am Stand und sprach da mit den Besuchern. Ich war eher unterwegs und suchte das Gespräch mit den anderen Ausstellenden.

Wir waren positiv überrascht wie viele Besucher insgesamt da waren. Beeindruckend war es für uns, dass sehr viele mit uns ins Gespräch gingen. Die Krone Randegg als Gastro war häufiger gefragt als die Informatikangebote. Das hatten wir so erwartet.
Schön war’s
Für uns war die Tischmesse ein voller Erfolg. Einige kannten uns vorher nicht und haben jetzt von uns gehört. Andere kannten uns online und waren interessiert am persönlichen Kontakt. Und manche unserer Gäste waren ebenfalls als Besucher da.

Am Spätnachmittag wurde es nach und nach ruhiger und so begannen die Abbauten bei manchen schon eher, bei den meisten pünktlich.

Beim Aufbau waren wir zweimal gefahren, beim Abbau klemmten wir alles so rein, dass wir in einer Fahrt heimkamen.

Wir waren sehr zufrieden mit der Tischmesse und können uns gut vorstellen erneut da oder an ähnlichen Formaten im Hegau teilzunehmen.


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